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Aktivierende Pflege

Abhängigkeit vermeiden, Selbstständigkeit fördern

„So viel Selbstständigkeit wie möglich, soviel Hilfe wie nötig.“ Diesem Motto folgt das Pflegemodell der aktivierenden Pflege in der Klinik am Stein. Ein Konzept, das für Kranke und Angehörige manchmal schwer zu verstehen ist.

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ich waschen, kämmen und ankleiden können, alleine essen und trinken… Es sind die einfachen Aktivitäten des alltäglichen Lebens, die nach einer schweren Erkrankung darüber entscheiden, ob ältere Menschen wieder ein unabhängiges, selbstständiges Leben in den eigenen vier Wänden führen können oder nicht. Mittelpunkt in der Klinik am Stein ist deshalb die „ Aktivierende Pflege“, ein Pflegekonzept, das die Selbstständigkeit des Patienten fördern oder wiederherstellen soll. Die Patienten werden Tag für Tag angeleitet, ihre Ressourcen zu nutzen und zu fördern. Die unterstützenden Pflegemaßnahmen orientieren sich dabei immer an den noch vorhandenen Fähigkeiten und Möglichkeiten des Patienten. Macht er Fortschritte, werden in Absprache mit ihm neue Ziele durch tägliches Üben verfolgt.

Missverständnisse aus Unwissen

Wichtigste und entscheidendste Voraussetzung sind hier die aktive Mitarbeit des Patienten im Rahmen seiner Möglichkeiten und vor allem seine Motivation. Leider kommt es immer wieder zu Missverständnissen mit besorgten Angehörigen und ängstlichen Patienten, die diese Art der Pflege und Therapie nicht verstehen und mit mangelnder Unterstützung bewerten. Doch genau das Gegenteil ist der Fall. Denn nur durch aktive Mitarbeit und häufiges Üben können Patienten (mit Lähmungen an Armen oder Beinen) ihre Selbstständigkeit wiedererlangen. Pflegebedürftige werden dabei ganzheitlich synergetisch unterstützt und gefördert. Wünsche und Gewohnheiten des Patienten, vorhandene Ressourcen und Fähigkeiten werden ganz gezielt in den Pflege- und Betreuungsprozess einbezogen.

Erstellt wurde dieses erfolgreiche Pflegekonzept, das die Rehabilitation optimal ergänzt, von Monika Krohwinkel, Professorin an der Fachhochschule Darmstadt. Seit vielen Jahren wird ihre Idee geschult und in führenden Kliniken umgesetzt. In der Klinik am Stein wird die aktivierende Pflege nicht nur von Patienten und Pflegekräften, sondern von Mitarbeitern und Therapeuten aller Abteilungen durchgeführt.

Neue Mobilität gibt auch der Psyche Auftrieb

Der Erfolg ist gleich ein doppelter: Auf der einen Seite wird noch vorhandene Mobilität erhalten oder neue erworben, auf der anderen Seite gibt es auch der Psyche des Patienten Auftrieb. Das Selbstwertgefühl des Patienten wird gesteigert. Die zunehmende Mobilität wirkt sich insgesamt auch auf die Gedächtnisleistungen positiv aus. Kognitive Leistungen, Konzentration und Aufmerksamkeit werden gefördert.

Wir möchten das Beste für unsere Patienten erreichen, auch über den Aufenthalt in unserer Klinik hinaus. Auch wenn es schwerfällt, liebe Angehörige: Unterstützen Sie die Selbstständigkeit des Patienten und helfen Sie nur dort, wo es wirklich erforderlich ist. Ein Zuviel an wohlgemeinter Hilfe fördert die Passivität des Patienten und führt eventuell schließlich wieder zu einer Verschlechterung seines Könnens. Nehmen Sie an den Angehörigen-Schulungen unserer Klinik teil und informieren Sie sich. Wir zeigen Ihnen individuell, wie Sie Ihren Kranken am besten unterstützen und stehen Ihnen beratend zur Seite!