Aktuell

18.09.2008

Reha-Tag 2008 in der Klinik am Stein

Die Klinik am Stein veranstaltet gemeinsam mit der AOK einen Informationstag über die Chancen und...

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23.02.2008

Präsidentin des französischen Mutterkonzerns „Korian“ besucht Klinik am Stein

"Ich möchte mit den Mitarbeitern sprechen, möchte erfahren ob sie sich wohl fühlen und was sie...

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01.10.2007

30 Jahre Klinik am Stein

Olsberg. Im internationalen Vergleich werden Unternehmen im Schnitt 40 Jahre alt....

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Ambulantes Reha-Zentrum Olsberg

Aussenansicht Ambulantes Reha-Zentrum Olsberg

Logo Klinik am Stein






Überblick

Ambulante Rehabilitation bietet für Patienten die Chance, auch nach schweren Erkrankungen im gewohnten sozialen Umfeld leben zu können und dennoch intensive und qualifizierte Rehabilitationstherapien zu erhalten.

Die Ambulante Rehabilitation ist der Schlüssel zu einer effizienten, wohnortnahen Versorgung und ermöglicht in vielen Fällen eine Verkürzung stationärer Aufenthalte bzw. einen lückenlosen Übergang von der stationären in die ambulante Versorgung.

Sie hat darüber hinaus den Vorteil, dass die gewohnte soziale Situation, das berufliche Umfeld als beeinflussende (fördernde vs. hindernde) Faktoren mit einbezogen werden können und dass in der realen Umgebung "Reallife-Therapien" möglich sind.

Das Ambulante Rehabilitationszentrum Olsberg ist eine Einrichtung der Klinik am Stein. Das Zentrum bietet nach §§ 23 und 40 SGB V qualifizierte medizinische Präventions- und Rehabilitationsleistungen in den Indikationen Neurologie, Geriatrie und Orthopädie.

Das Ambulante Rehabilitationszentrum Olsberg ist von allen gesetzlichen und privaten Krankenversicherungen anerkannt.

Grafik Kopf mit Gehirn

Ambulante Neurologische Rehabilitation

In der Ambulanten Neurologischen Rehabilitation werden akute und chronische Erkrankungen des zentralen und peripheren Nervensystems behandelt. Hierzu zählen alle Erkrankungen, die zu einer Beeinträchtigung von Mobilität, Koordination, Kommunikation, Handlungsplanung und Selbstständigkeit führen. Insbesondere sind dies Erkrankungen wie:

  • Schlaganfall
  • Zustand nach Hirnblutungen
  • Zustand nach Schädel Hirn Traumata
  • Zustand nach Hirntumoren
  • Morbus Parkinson
  • Guillain Barré Syndron
  • Polyneuropathien
  • etc.

Ambulante Geriatrische Rehabilitation

In der Ambulanten geriatrischen Rehabilitation finden sich typischerweise Patienten, deren Haupterkrankung durch komplexe Nebenerkrankungen erschwert wird. Die sogenannte "Multimorbidität" steht im Zentrum eines multimodalen Behandlungsansatzes. Auch hier ist unter ICF Gesichtspunkten eine weitreichende Teihabe oberstes Ziel. Die körperlichen Funktionsstörungen sind oft chronifiziert. Die kausal orientierte Therapie wird häufig durch kompensatorische Ansätze ersetzt. Das Erkennen von systemischen Zusammenhängen und dem entsprechend breit angelegte medizinische und therapeutische Interventionen führt in der Regel zu einer deutlichen Verbesserung von Mobilität, ADL Fähigkeiten, sozialer Interaktion und  damit letztendlich der Lebensqualität.

Insbesondere finden sich hier in Kombination mit oft mehreren rehabilitationsrelevanten Begleiterkrankungen:

  • Schlaganfälle mit chronifizierten Folgen und drohender/bestehender Immobilität
  • Zustand nach Knie-/ Hüft TEP mit rehabilitationsrelevanten Begleit-/Folgeerkankungen
  • Dekompensierter Diabetes mit Folgeerscheinungen
  • Herz-Kreislauferkrankungen
  • Hirnleistungsstörungen
  • Depressionserkrankungen
  • Ausgewählte Erkrankungen des Bewegungsapparates
  • etc.

Orthopädische Rehabilitation / Muskuloskeletale Erkrankungen

Die Ambulante Rehabilitation muskuloskeletaler Erkrankungen bietet nach endoprothetischer Versorgung (TEP, Knie), Wirbelsäulenoperationen und chronisch degenerativen Erkrankungen eine optimale Voraussetzung zur möglichst vollständigen Wiederherstellung der Beweglichkeit und Schmerzfreiheit. Durch sequentiell angepasste Therapieintensitäten und Schulungen zur physiologischen Bewegung und Gesunderhaltung lässt sich eine Chronifizierung in der Regel vermeiden.

Typische Erkankungen sind:

  • Knie-/ und Hüft TEP
  • Zst. nach Wirbelsäulenoperationen
  • Zst. nach Bandscheibenvorfällen mit neurologischen Ausfällen
  • Gelenk/Weichteilrheumatismus

Voraussetzungen zur Ambulanten Reha

Der Patient muss transportfähig und in der Lage und willig sein, an dem umfassenden Rehabilitationsprogramm teilzunehmen. Die Ambulante Rehabilitation setzt typischerweise nach akutstationären Krankenhausaufenthalten oder stationären Rehabilitationsaufenthalten ein. Häufig kann die Ambulante Rehabilitation die stationären Liegedauern deutlich verkürzen.

Sie ist aber auch insbesondere im Rahmen der Geriatrischen Rehabilitation geeignet, um Dekompensation und Verschlechterung chronischer Erkrankungen mit Funktionsbeeinträchtigungen, die im gewohnten sozialen Umfeld auftreten und durch ambulante Heilmittel nicht (mehr) hinreichend therapierbar sind, aufzufangen. Hier sind die betreuenden Haus- und/oder Fachärzte Antragsteller.

Das soziale Umfeld muss gesichert sein und eine grundlegende Mobilität muss gewährleistet sein.

Kontraindikationen

Nicht vorhandene Rehafähigkeit
Fehlende Compliance/Motivation
Zu stark eingeschränkte Mobilität

ICF und Rehabilitation

Von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wurde die Internationale Klassifikation der Funktionen (ICF) vorgestellt, die eine allgemein anerkannte Grundlage für ein umfassendes Verständnis der Rehabilitation darstellen kann.

Als Folge neurologischer Erkrankungen lassen sich grundsätzlich unterscheiden:

  • Schädigungen
    Damit bezeichnet man Einschränkungen körperlicher Funktionen. Hierzu gehören Lähmungen, Sensibilitätsstörungen, Sprach- Sprech- und Schluckstörungen. zentrale Seh- und Hörstörungen, Störungen der Aufmerksamkeit, Konzentrations- und Merkfähigkeit sowie psychische Beeinträchtigungen infolge neurologischer Erkrankungen.
  • Einschränkungen bei Aktivitäten des täglichen Lebens
    Als Folge der Funktionseinschränkungen des Körpers gelingen die Verrichtungen des täglichen Lebens (ADL) u.U. nicht mehr selbstständig. Durch Lähmungen können zum Beispiel Aufstehen, Gehen, Treppensteigen, zur Toilette gehen, sich waschen und anziehen, Nahrung zubereiten und essen beeinträchtigt sein.
  • Einschränkungen bezüglich der Partizipation (Teilhabe am sozialen Leben)
    Die körperlichen Funktionsstörungen und resultierenden Aktivitätsbeeinträchtigungen haben z.T. erhebliche Auswirkungen auf die Möglichkeiten, das bisherige berufliche, gesellschaftliche und soziale Leben fortzuführen. Eine Sprachstörung z.B. bildet für die Betroffenen oft ein scheinbar unüberwindliches Hindernis bei der erfolgreichen Realisierung von für Gesunde selbstverständlichen Dingen wie Kaffee und Kuchen im Cafe bestellen, am Bahnschalter die richtige Karte ziehen etc.
  • Hindernde und fördernde Faktoren
    Die körperlichen Funktionsstörungen und die sich dadurch verändernden Aktivitäten sind immer auch im Zusammenhang mit der jeweiligen Lebenssituation zu betrachten. Die dort herrschenden Bedingungen können fördernd oder hemmend für die selbstständige Lebensführung sein. Die in der Rehabilitation erlangte ebenerdige Gehfähigkeit mit einem Rollator bringt für den Erkrankten wenig, wenn er im dritten Stock ohne Fahrstuhl lebt.

"Mitbetroffene Lebenspartner" versuchen oft, eingeschränkte oder nicht mehr vorhandene Fähigkeiten des Erkrankten zu kompensieren. So legt die Ehefrau dem unter Wortfindungsstörungen leidenden Ehemann aus ihrer Sicht hilfreich die Worte in den Mund, blockiert aber dadurch die Wortfindungsprozesse.

Ziele der ambulanten Rehabilitation

Ziel der medizinischen Rehabilitationsbehandlung ist es, dem neurologisch Erkrankten so weit wie möglich die Rückkehr in sein bisheriges soziales und ggf. auch berufliches Umfeld zu ermöglichen. Das Rehabilitationsziel muss gerade unter ICF- Gesichtspunkten in sorgfältiger Abstimmung zwischen den Zielen des Erkrankten und den Einschätzungen des behandelnden interdisziplinären Teams formuliert werden. Nach der Formulierung eines realistischen Rehabilitationszieles werden die therapeutischen Maßnahmen gewählt, die im Einzelfall die Erreichung des Ziels ermöglichen.

Die Wiederherstellung von Funktionen im Kontext des alltäglichen Lebens gelingt durch sequentielle Trainingsverfahren, die den jeweiligen Ressourcen des Erkrankten angepasst sind.

Als Besonderheit der Zielformulierung in der Geriatrischen Rehabilitation kann die Verhinderung der drohenden Dekompensation, Immobilität und Pflegebedürftigkeit gelten. Das Erlangen von höchstmöglicher Lebensqualiät für den Erkrankten und seine betreuenden Angehörigen zählt zu den generellen Zielen. Das kann für den einen Patienten die Unabhängigkeit bei hygienischen Verrichtungen sein, für einen anderen kann die Teilnahme am gewohnten Skatclub greifbarer Ausdruck von Lebensqualität bedeuten.

Die betroffenen Angehörigen können im Ambulanten Interdisziplinären Rehabilitationszentrum Olsberg intensiv in das Behandlungsprogramm einbezogen werden. Sie nehmen an Schulungen zur erfolgreichen Bewältigung des gemeinsamen Alltags nach neurologischen Erkrankungen teil und erhalten darüber hinaus stabilisierende, entlastende Behandlungen.

Bei der Rehabilitation musculoskeletaler Erkankungen sind die Wiederlangung einer weitreichenden, schmerzfreien Mobilität, das Erlernen adaptiver, physiologisch sinnvoller Bewegungsmuster und die Motivation zu einem gesundheitsbewussten, bewegungsintensiven Verhalten wichtige Ziele.

Patient bei neurologischer Untersuchung

Neurophysiologie

Die vorhandene diagnostische Ausstattung erlaubt die Klärung rehabilitationsrelevanter Fragestellungen. Insbesondere werden neben der internistischen Funktionsdiagnostik mit EKG, RR, Lungenfunktionsprüfung, folgende Verfahren angeboten:

  • EEG (Elektroencephalographie) Ableitung von Hirnströmen
  • EMG (Elektromyographie) Untersuchung von Muskelaktionspotentialen
  • ENG (Elektroneurographie) Messung von Leitgeschwindigkeiten sowie der
    Reizantworten einzelner motorischer und/ oder sensibler Nerven
  • EP (Evozierte Potentiale) Ableitung von Potentialen, die in den Strukturen des zentralen und peripheren Nervensystems entstehen.
  • USDS (Doppleruntersuchung) Untersuchung der Strömungsverhältnisse der peripheren und zentralen Blutversorgung.

Therapieansätze

Den grundlegenden Behandlungszugang bilden Bobath-, Wahrnehmungs- und Kommunikationskonzepte. Darüberhinaus werden wichtige Erkenntnisse über das motorische Lernen schwerpunktmäßig einbezogen.

In allen therapeutischen Disziplinen – der Physiotherapie, der Ergotherapie, der Neuropsychologie, der Sprachrehabilitation, – kommen Einzel- und Gruppenbehandlungen zum Einsatz.

Patient bei Übungen auf dem Laufband

Physiotherapie

Wir arbeiten in der motorischen Rehabilitation nach folgenden Konzepten:

  • Bobath-Konzept
  • Forced use ("Constraint induced movement therapy")
  • Apparativ unterstützte Armrehabilitation
  • PNF-Konzept
  • Affolter
  • Perfetti     
  • Cyriax
  • Manuelle Therapie
  • Maitland
  • Repetitives Training
  • Laufbandtraining
  • Bewegungsbad n. McMillan

Ergotherapie

Patient bei Greifübungen

  • ADL-Training, Selbsthilfe
  • AOT (Alltagsorientierte Therapie)
  • Sensomotorisches Training (nach Bobath, Perfetti, Johnston, Affolter...)
  • Feinmotorik- und Graphomotoriktraining
  • Training neuropsychologischer Funktionen wie Orientierung, Aufmerksamkeit, Gedächtnis, Handlungsplanung, Affektkontrolle..., Wahrnehmungsförderung bei Hemianopsie, Neglect ...
  • Orofaziale Stimulation, Schluck- und Esstraining
  • Haushaltstraining, handwerkliches Arbeiten, Bürotätigkeiten
  • Fördern von Ressourcen
  • Alltagsmanagement
  • Schienenherstellung
  • Hilfsmittelabklärung
Patientin in der Physiotherapie
Gleichgewichtsübungen in der Kragnkengymnastik

Sporttherapie

  • Anregung und Förderung von Eigenaktivität und Selbstständigkeit
  • Verbesserung der Körperwahrnehmung und Körpererfahrung
  • Erwerb alltagsrelevanter Fertigkeiten (z.B. Rollstuhlhandling)
  • Verbesserung konditioneller (Ausdauer, Beweglichkeit, Kraft) und koordinativer (Gleichgewicht, Rhythmus) Fähigkeiten.
  • Herstellung eines psychovegetativen Gleichgewichtes durch Gruppentherapie
  • Erwerb gruppendynamischer Fähigkeiten.
  • MTT (Medizinische Gerätetherapie) zum Herz-Kreislauftraining, Ausdauertraining, Muskelaufbau, Training selektiver Bewegungen

Sprachrehabilitation


Patient in der Sprachtherapie

  • Behandlung von Sprech-, Sprach- Stimmstörugen
  • (Dysarthrophonien, Aphasien, Dysphonien)
  • Behandlung von Schluckstörungen (FOTT)
  • Lesetraining bei Dyslexien
  • Rechentraining bei Dyskalkulien
  • Atemtraining
  • Coaching von Angehörigen
  • Spezielle Trainings und Rollenspiel zur Verbesserung der Teilhabe

Neuropsychologie

  • Diagnostik von neuropsychologischen Störungen (Test- und apparative Diagnostik)
  • Training von Aufmerksamkeit und Gedächtnis
  • Training neurologisch bedingter Sehstörungen (Hemianopsien)
  • Training neurologisch bedingter Wahrnehmungsstörungen (Dysgnosien)
  • Training von Handlungskonzeption und Planung (Dyspraxien)
  • Entspannungsverfahren
  • Gesprächstherapie
  • Assessments zur Demenzdiagnostik

Physikalische Therapie


Übungen im Bewegungsbad

  • verschiedenste Massagetechniken
  • Manuelle Lymphdrainage
  • Wärme- und Kältetherapie
  • hydroelektrische Teil- und Vollbäder
  • Unterwassermassage
  • Reizstromtherapie
  • Inhalationstherapie
  • Ionto- und Sonophoresen
  • Bewegungsbad
     

Sozialdienst

  • Beratung zur beruflichen Rehabilitation
  • Beratung und Unterstützung bei der Beantragung von Sozialleistungen
  • Beratung zu Krankenversicherung, Pflegeversicherung, Unfallversicherung, Bundessozialhilfegesetz, Schwerbehindertengesetz
  • Vermittlung an nachsorgende Institutionen, Selbsthilfe- und Interessengruppen, 
  • Behindertenberatungsstellen, Fachberatungsstellen, Auskunfts- und Beratungsstellen der Rentenversicherungsanstalten

Gesundheitscoaching

In der Ambulanten Rehabilitation Olsberg sind Informationsveranstaltungen, Trainings- und Motivationsprogramme zum selbstverantwortlichen, kompetenten Umgang mit den eigenen Fähigkeiten, den eigenen Schwierigkeiten sowie einem gesundheitsbewussten, Risiko-minderndem Lebenstil wichtiger Bestandteil der Behandlung.Individuelle Ernährungsberatung durch eine qualifizierte Diätassisstentin.

Sonstige Leistungen

Um einen barrierefreien Zugang zur Ambulanten Rehabilitation zu ermöglichen, bieten wir einen kostenlosen Fahrdienst mit behindertengerechten Fahrzeugen an. Geschultes Personal holt auch gehbehinderte Menschen, die die eigene Wohnung selbstständig nicht verlassen könnten, morgens ab und bringt sie am Abend nach den Therapien wieder zurück.

Information und Anmeldung

Gerne sind wir Ihnen bei allen Fragen behilflich.
Ob Informationen zu Aufnahmemodalitäten oder zum Antragsverfahren, wir helfen Ihnen schnell und kompetent weiter.

Bitte wenden Sie sich telefonisch, per Fax, per E-Mail oder gerne auch persönlich an uns:

Zentrumsleitung/Patientenservice
Franz Josef Weigand   
Tel.: 02962-808 276
Fax: 02962-808 576
E-Mail: ambulante-reha_olsberg@klinik-am-stein.de

Ärztliche Leitung Ambulante Reha Olsberg   
Dr. med. Christoph Heckert
Tel.: 02962-808 565
E-Mail: dr.heckert@klinik-am-stein.de

 

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